Schallzahnbürsten: die HAPPYBRUSH im Test

 

Es geht nichts über ein strahlendes Lächeln – beim Flirten, im Geschäftsgespräch, bei Gehaltsverhandlungen…

…und wie jeder weiß, will ein solches Lächeln gepflegt werden. Grund genug, sich dem Thema Zahnpflege und aktuellen Technologien etwas intensiver zu widmen. Dass manuelles Putzen mit einer normalen Handzahnbürste out ist, dürfte weithin bekannt sein. Und das kommt nicht von ungefähr: elektrische Zahnbürsten erledigen die „Arbeit“ nicht nur praktischer, sondern auch deutlich gründlicher.

Gutes Putzen ersetzt natürlich nicht die regelmäßigen Kontrollen beim Zahnarzt, und auch die professionelle Zahnreinigung sollte man sich beim Onkel Doktor immer mal wieder verpassen lassen – aber zumindest kann man neben der Nutzung von Zahnseide und Mundspülung mit einer elektrischen Zahnbürste sein Möglichstes dazutun, um die Zähne ein Leben lang gesund und strahlend zu halten. Besonders beliebt sind hier inzwischen die Schallzahnbürsten. Im Vergleich zur Handzahnbürste und auch zur „normalen“ elektrischen Zahnbürste kann damit nicht nur mehr Plaque entfernt werden, sondern teils sogar leichte äußerliche Verfärbungen.

 

Was genau macht die Schallzahnbürste?

Eingangs sei schonmal eine Sache geklärt, die oft fehlinterpretiert wird: eine Schallzahnbürste reinigt die Zähne nicht mit Schallwellen, sondern auch mit Borsten. Im Gegensatz zu einer rotierenden elektrischen Zahnbürste wird der Bürstenkopf allerdings nicht mechanisch mit einem Motor betrieben, sondern mit einem Schallwandler. Der Schall sorgt dafür, dass sich die Borsten extrem schnell hin- und herbewegen – zum Vergleich: eine normale elektrische Zahnbürste arbeitet mit ungefähr 7.000 Rotationen pro Minute. Eine Schallzahnbürste schafft normalerweise ca. 20.000 – 40.000 Bewegungen pro Minute.

 

Die Kosten

Das ist das einzige, was oft noch etwas abschreckt: führende Marken langen hier wirklich kräftig zu, zwischen 100,- und 200,- Euro sind hier leider keine Seltenheit. Es geht aber auch günstiger: Discounter verhökern Schallzahnbürsten der Eigenmarke bereits ab 30,- Euro. Wir haben uns bewusst eine Schallzahnbürste aus dem mittleren Preissegment für unseren Praxistest ausgesucht, die happybrush für 69,95 Euro von einem recht neuen aber sehr vielversprechenden Startup-Unternehmen aus München.

Neben den Anschaffungskosten darf man auch die laufenden Kosten nicht ignorieren, denn auch bei Schallzahnbürsten sollte der Bürstenkopf regelmäßig gewechselt werden. Manche namhafte Hersteller machen damit nämlich erst richtig Kohle. happybrush bietet seine Bürstenköpfe vergleichsweise günstig an, was den Geldbeutel auf Dauer schont. Kleiner Haken: die happybrush-Bürstenköpfe sind (noch) nicht überall im Laden erhältlich – somit kommt man derzeit kaum um eine Bestellung im Internet herum. Dies stellt für mich persönlich keinen Nachteil dar, da ich sowieso das meiste online bestelle.

 

Das happybrush-Starterset

Für die oben erwähnten 69,95 Euro (UVP des Herstellers) erhält man das sogenannte Starterset, das eigentlich alles wichtige beinhaltet: die Schallzahnbürste (aktuell in schwarz oder weiß erhältlich) inklusive Ladestation, zwei Bürstenköpfen sowie eine Tube der happybrush-Zahnpasta. Auf die sind die Erfinder besonders stolz, und das zu Recht: es handelt sich um eine vegane Zahncreme mit Mint-Geschmack, die zum einen in einer zu 100% recyclebaren Tube kommt, zum anderen frei von Natriumlaurylsulfat, Triclosan und Palmöl ist. Daumen hoch für so viel Naturschutz!

Alles dabei, was man braucht – inklusive markeneigener Zahnputzcreme

Der oben erwähnte Naturschutz findet sich löblicherweise gleich beim Auspacken des Pakets erneut wieder: als Füllmaterial greift man hier nämlich auf Pappschnitzelchen zurück – keine Plastikfüllmaterialien, was mich beim unboxing gleich positiv überraschte. Auf unnötiges Verpackungsmaterial (vor allem aus Plastik) wird hier allgemein verzichtet, auch in den Packungen der Ersatzbürstenköpfe. Das einzige Plastik, das ich mir ehrlicherweise noch gewünscht hätte, ist ein Reiseetui: für die happybrush gibt es so etwas leider (zumindest derzeit, einige Monate nach Firmengründung) noch nicht, was auch für den ersten Minuspunkt in unserem Test sorgt. Allerdings ist die Kartonage des Startersets sehr stabil und ansehnlich gestaltet, so dass man dieses auch für Reisen nutzen kann, auch wenn es doch etwas größer und platzraubender ist als die von Konkurrenten bekannten Reiseetuis.

 

Der Bürstenkopf

Die happybrush hat wie die meisten Schallzahnbürsten nicht über einen runden, sondern einen ovalen Kopf mit sehr hochwertigen Borsten. Der Kopf verfügt über ein konturangepasstes Profil, mit dem die Zahnbögen sanft aber effektiv gereinigt werden.

Ziemlich genial und praktisch ist der integrierte Wechselindikator: ein blauer Smiley verrät, wie es aktuell um den Bürstenkopf bestellt ist. Sobald der Smiley verblasst ist, wird es Zeit für einen Austausch des Bürstenkopfes.

Ein kleines Manko, und damit der zweite Minuspunkt, gibt es auch hier: die Aufsteckbürsten haben keine austauschbaren, unterschiedlichen Farbringe. Auch wenn man mit dem eigenen Partner so einiges austauscht und viele Dinge teilt, gehört der gleiche Bürstenkopf sicher nicht dazu 🙂 Also ist in diesem Fall aufpassen angesagt. Im Badezimmer kann man die Bürstenaufsätze noch getrennt aufbewahren – auf Reisen dürfte es dann tatsächlich deutlich schwieriger werden. Hier sollten die Hersteller noch nachbessern, damit auch mehrere Personen die Zahnbürste problemlos und bequem nutzen können. Andererseits – das sollte auch nicht unerwähnt bleiben – bietet happybrush immer mal wieder im Rahmen von Sonderaktionen ein Partnerspecial an, bei dem man zwei Startersets für 99,- Euro (anstatt knapp 140,- Euro) bekommt.

 

Die happybrush in der praktischen Anwendung

Wer noch nie zuvor eine Schallzahnbürste verwendet hat, der muss sich erstmal an das Kribbeln in der Mundhöhle gewöhnen, das sich bei Benutzung durch die Schalltechnik ausbreitet. Dieses Kribbeln ist nicht unangenehm oder schmerzhaft, aber ungewohnt. Bedient wird die happybrush mit einem einzigen Knopf: mit diesem kann man die Bürste sowohl ein- und ausschalten, als auch den Modus auswählen. Vorsicht: bitte die Zahnbürste erst anschalten, wenn der Bürstenkopf im Mund ist, sonst gibt’s jede Menge Putzarbeit am Badezimmerspiegel 🙂

An dieser Stelle nun noch gleich eine kleine technische Info – da ja oben bereits die Anzahl der Schwingungen thematisiert wurde: die happybrush bringt es auf exakt 31.800 Vibrationen. Hat die Praxistest Online Redaktion extra abgezählt! 😉 Nein, es handelt sich hierbei natürlich um die Herstellerangabe. Somit bewegt sich die happybrush in einem absolut zufriedenstellenden Mittelmaß.

Gemäß Herstellerangaben muss man die Zahnbürste – so wie man es auch beim Zahnarzt lernt – im 45-Grad-Winkel ansetzen und vom Zahnfleisch aus über die Zähne führen. Wichtig ist hierbei, dass man den Bürstenkopf nur mit ganz leichtem Druck aufsetzt – zu viel Druck kann nicht nur das Zahnfleisch oder den Zahnhals schädigen: bei zu festem Druck können sich die Borsten nicht bewegen, somit wird der Zahn auch nicht geputzt! Manche Hersteller verpassen ihren Zahnbürsten einen Drucksensor, der sich meldet, wenn man es zu gut meint. Bei der happybrush gibt es so etwas nicht. Warum dies in unserem Test keinen Minuspunkt gibt? Weil man bei einer Schallzahnbürste sowieso nicht wirklich „andrücken“ soll, sondern nur aufsetzen – und das schafft jeder auch ohne Sensorleuchte…

Die happybrush verfügt wie bereits erwähnt über drei verschiedene Putzmodi: normal, sensitiv und polieren. Die ersten beiden sind zum normalen Putzen geeignet, das Polieren kann/sollte man dann noch im Anschluss an verfärbten oder Zahnbelaganfälligen Arealen machen. Ich persönlich nutze das gerne an der vorderen Innenseite des Unterkiefers, da die Speicheldrüsen diesem Zahnbereich besonders zusetzen, weshalb hier auch oft am ehesten Zahnstein entsteht.

Die beste Zahnbürste hilft nichts, wenn man nicht konsequent (zwei Mal täglich, morgens und abends) und gründlich putzt: auch bei einer Schallzahnbürste sind 2 – 3 Minuten der Idealfall. Und damit der auch leichter eingehalten wird, ist in die happybrush ein 2-Minuten-Timer integriert, der noch dazu alle 30 Sekunden ein kurzes Zeichen gibt. So weiss man immer, wann der nächste Quadrant (ein halber Zahnbogen) an der Reihe ist. Nach zwei Minuten schaltet die happybrush dann automatisch ab – danach kann man in Ruhe mit dem Polieren weitermachen.

 

Das Praxistest Online Fazit:

Der positive Eindruck, der vorab aufgrund der Herstellerankündigungen und Werbeversprechen entstand, bleibt auch nach unserem Praxistest bestehen – die happybrush ist definitiv eine Kaufempfehlung unsererseits. Ohne viel Schnickschnack und Firlefanz kommt das Produkt nachhaltig und ehrlich daher, und bietet genau das, was man bei einer Schallzahnbürste erwartet.

Das Ergebnis nach unserem zweiwöchigen Test ist absolut zufriedenstellend: bereits direkt nach dem Putzen fühlen sich die Zähne sehr sauber und gepflegt an, und auch nach der Testphase konnten keine angesammelten Rückstände oder gar Zahnbelag entdeckt werden. Die Handhabung ist einfach und benutzerfreundlich, die Zahnbürste steht sehr stabil in ihrer Ladeschale und auch optisch macht sie einen sehr guten und angenehmen Eindruck. Die dazugehörige Zahnpasta schmeckt und ist auch noch umweltfreundlich.

Die einzigen zwei kleinen Minuspünktchen betreffen lediglich das Zubehör, damit kann man leben. Die Schallzahnbürste selbst erfüllt ihren Zweck ohne Einschränkungen perfekt. Somit Daumen hoch für den Newcomer aus München – Praxistest Online wünscht dem jungen Unternehmen den verdienten Erfolg für die Zukunft.

Und hier noch der Link, damit Ihr auch mit der happybrush auf den Putz hauen könnt: happybrush Website

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