Kapsel-Kaffeemaschine: die neue Tchibo Cafissimo Mini

 

Die praktische „Kleine“ für den Kaffee-Genuss zwischendurch!

Ich persönlich muss zugeben, dass ich Kapselmaschinen bislang eher kritisch beäugt habe. Am Geschmack hatte ich nie gezweifelt, allerdings waren mir – zumindest im Vergleich zu meinem bohnenmahlenden Vollautomaten – die Kosten für die Kapseln einfach zu hoch. Der Preis hat jedoch auch seine Berechtigung, wie sich in unserem Praxistest gezeigt hat. Inzwischen wird in unserer Redaktion die Kapselmaschine sogar fast genauso oft benutzt wie der Vollautomat. Es kommt natürlich darauf an, welches Gerät man sich aus welcher Intention heraus zulegt…

Wir wollten bewusst ein Gerät testen, das sowohl seinen festen Platz in der heimischen Küche oder dem Büro, als auch unterwegs zum Beispiel im Urlaub finden kann – hier kam der Release der nagelneuen Cafissimo Mini von Tchibo (die sowohl Kaffee als auch Tee zubereitet) genau zum richtigen Zeitpunkt! Wir wollten wissen, was dieses Teil für 79,- Euro alles kann und haben es im Rahmen unseres Praxistests für Euch haargenau unter die Lupe genommen.

 

Lieferumfang und Äußeres

Was wir von Tchibo bereits kennen: hier wird gekonnt mit verschiedenen Komponenten gearbeitet, was für den Nutzer den Vorteil hat, dass das Gerät leicht zerlegt und gereinigt werden kann. Bei der Mini kommen insgesamt fünf Komponenten zum Einsatz: die Maschine selbst, der abnehmbare Wassertank auf der Geräterückseite und der dreiteilige Fronteinsatz (Einschub, Kapselauffangcontainer und Abtropfbehälter). Dazu liefert Tchibo wie immer eine sehr detailverliebte und übersichtliche Bedienungsanleitung, die die verschiedenen Funktionen und Möglichkeiten gut und verständlich erklärt.

Die Verarbeitung ist auch bei dieser Mini hochwertig und stabil, nichts wackelt oder hat zuviel Luft. Was besonders positiv auffällt: viele der einzelnen Elemente wurden mit kleinen Magneten versehen (siehe Foto oben rechts), die dafür sorgen, dass alles sehr zuverlässig am vorgesehenen Platz landet. So merkt man zum Beispiel beim Einschieben des Abtropfbehälters, dass er sich irgendwann „einklickt“ und somit perfekt sitzt. Auch der herausklappbare Tassentisch für Espressotassen (dazu unten mehr) ist sowohl ein- als auch ausgeklappt per Magnet gesichert. Genauso kann auch der Auffangcontainer für die leeren Kapseln bequem aufgelegt werden und er zieht sich per Magnet praktisch selbst in Position und klickt ein.

Auf der Geräteoberseite befinden sich die Bedienelemente, die mit nur vier verschiedenen Buttons und einer Kontrollleuchte sehr benutzerfreundlich gehalten sind, sowie die Klappe, die den Kapseleinwurf bedeckt. Das Stromkabel, das auf der Rückseite unterhalb des Wassertanks austritt, hat eine Gesamtlänge von rund 70 cm, was wir als völlig ausreichend erachten.

 

Funktionen und Bedienung

Wie beschrieben kommt die Cafissimo Mini mit nur vier Buttons aus, die sich auf der Geräteoberseite vorne befinden: dem Powerknopf sowie drei Produktwahlbuttons (Espresso, Caffè Crema/Tee sowie Filterkaffee). Diese Produktwahlbuttons sind im eingeschalteten Zustand mit unterschiedlichen Farben beleuchtet, die passend zu den Kapseln gehalten sind: gelber Button für die gelben Crema-Kapseln (und Tee), blauer Button für die blauen Filterkaffee-Kapseln sowie ein kleiner weißleuchtender Knopf für Espresso. Dieses Feature finde ich sehr praktisch, da ich mir bei nur gelegentlicher Nutzung nicht unbedingt merken muss, welcher Knopf für welches Produkt zuständig ist. Dicker Pluspunkt also für diese Idee!

Der Wassertank, der auf der Rückseite des Geräts angebracht ist, kann problemlos zum Befüllen herausgenommen werden. Da wir in der Redaktion unser Leitungswasser zusätzlich filtern und es sich somit bereits in einer Kanne befindet, ersparen wir uns dies und befüllen den Wassertank lediglich über die kleine Klappe auf der Oberseite des Tanks. Diese Klappe ist zugegebenermaßen etwas klein gehalten, das liegt aber natürlich an den Abmessungen des gesamten Gerätes, schließlich handelt es sich hierbei um eine „Mini“, die auch im noch so kleinsten Küche Platz finden soll. Der Tank selbst hat ein Fassungsvermögen von 650 Milliliter, damit kann man also bequem ein paar Tassen befüllen, bevor nachgefüllt werden muss.

Ist der Tank bis zur MAX-Markierung befüllt, schalten wir die Maschine mit dem oben befindlichen Powerbutton ein. Nach einer kurzen Aufheizzeit von rund 40 Sekunden (die Buttons blinken) ist die Cafissimo Mini dann auch schon betriebsbereit (nun leuchten die Buttons dauerhaft und ein kurzer Signalton ertönt), nun können wir die Tasse auf dem Abtropfgitter des Fronteinschubs unterhalb des Kaffee-Auslaufes mittig positionieren und die Kapsel einlegen.

Hierfür wird der verchromte Abdeckungshebel auf der Geräteoberseite komplett geöffnet und die gewünschte Kapsel in den Einwurf gelegt. Das Einwurfloch ist bereits in Kapselform gehalten, so dass hierbei nichts falsch gemacht werden kann. Beim Schließen des Hebels spürt man nun einen leichten Widerstand (hier bohrt sich der Dorn in Boden und Deckel der Kapsel). Ist der Hebel wieder komplett geschlossen, wählen wir je nach eingelegter Kapsel den entsprechenden Produktbutton und starten per kurzem Druck den Brühvorgang. Hierbei wird das heiße Wasser mit einem Druck von bis zu 15 bar durch die Kapsel geschossen und der Kaffee somit frisch aufgebrüht, bevor er in der Tasse landet.

Nach Beendigung des Vorgangs kann die Tasse entnommen und der Kaffee genossen werden. Wir empfehlen, immer direkt nach dem Zubereiten eines Kaffees den oberen Hebel wieder zu öffnen – dadurch fällt die verbrauchte Kapsel nach unten durch und landet im Kapselauffangcontainer, der ca. vier Kapseln fasst. So bleibt die Maschine lange sauber und muss nicht extra durchgespült werden. Nun kann die gesamte Frontschublade vorsichtig nach vorne aus dem Gerät gezogen werden, um den magnetischen Kapselauffangbehälter und die Abtropfschale zu entleeren (hier sammelt sich nach jeder Zubereitung immer etwas Wasser – also am besten wirklich spätestens nach zwei zubereiteten Tassen ausleeren).

Für jede Produktwahltaste ist werkseitig bereits eine bestimmte Wassermenge voreingestellt – bei Espresso sind es ca. 40 ml, bei Caffè Crema/Tee und Filterkaffee ca. 125 ml. Das tolle: man kann diese Voreinstellung nach eigenem Belieben ändern und sogar fest abspeichern! Somit kann man sich die Stärke des Kaffees perfekt anpassen. Und wem die Menge von 125 ml Kaffee nicht genug ist, weil er gerne große Tassen verwendet (so wie ich), für den gibt es die verschiedensten Sorten auch in einer zusätzlichen XL-Version! Hierbei wird die XL-Kapsel wie üblich eingelegt und der entsprechende Button gedrückt – nach Zubereitung wird diese spezielle Kapsel aber einfach im Gerät gelassen und ein zweites Mal der Brühknopf gedrückt. Somit erhält man dann die doppelte Menge und kann sein großes Haferl genießen.

Dadurch hat man die volle Auswahl zwischen kleiner Tasse, großem Haferl oder eben dem ganz kleinen Espresso:

Damit auch beim Espresso nichts daneben geht, wird wie oben gezeigt der extra dafür vorgesehene Tassentisch ausgeklappt, auf dem die Espressotasse dann bequem platziert werden kann. Hierbei bitte vorsicht: in unseren Tests hat sich gezeigt, dass die Tasse durch die Vibration der laufenden Maschine minimal „wandert“. Hierauf sollte man also beim Zubereiten des Espresso ein Auge haben, sonst muss man diesen im worst case aus dem Abtropfbehälter schlürfen, was nun wirklich nicht sehr stilecht ist 🙂

Kleiner Nachteil: die Maschine ist zu klein für Gläser. Wer also zum Beispiel einen Latte Macchiato kredenzen will, muss mit Umschütten improvisieren. Andererseits: es ist – wie der Name schon sagt – eine MINI! Das heisst, hier entscheidet man sich bewusst VOR dem Kauf, gewisse Abstriche in der Größe zu machen. Dies allein(!) ist für uns also kein Grund für einen Sterneabzug!

 

Die Cafissimo Mini in der Praxis…

…wurde von uns nicht nur in der Redaktionsküche getestet, sondern auch gleich bei einem kurzfristigen Italienurlaub im Mobilehome. Hier hat die Maschine nochmal zusätzlich überzeugt: durch die geringen Abmessungen (298 x 180 x 223 mm; TxBxH) passt sie hervorragend auch in jedes noch so vollgestopfte Auto und nimmt auch kaum Platz in der Urlaubsküche weg. Auch beim Zelten sollte es kein Problem geben, die Cafissimo Mini noch irgendwo im Vorzeltbereich unterzubringen (bitte aber hierbei auf geraden Stand bzw. eine feste Unterlage achten!). Somit kann sich jeder seine Lieblingskapseln mitnehmen (hier gibt es unzählige verschiedene Varianten und kulinarische Highlights) und muss nicht auf laue Kaffeebrühe zurückgreifen, sondern hat einen sehr guten Kaffee immer dabei.

Und damit kommen wir zu einem der wichtigsten Punkte, nämlich dem Geschmack. Eingangs haben wir erwähnt, dass der Preis für die Kapseln seine Berechtigung hat – diese Aussage können wir nach unserem ausführlichen Test zumindest in Bezug auf die Marke Tchibo Cafissimo reinen Herzens unterstreichen. Wir haben nicht alle verfügbaren Sorten durchprobiert, aber doch einige verschiedene…und sind bislang durchwegs auf wirklich hervorragenden Kaffee gestoßen! Starken und geschmackvollen Espresso, vollmundigen Filterkaffee, gaumenschmeichelnden (jaaa, hier greifen wir tief in die poetische Rhetorikkiste) Cafè Crema mit einer wirklich tollen Crema (sieht man auf den Fotos auch recht gut), und auch der probierte Tee war nicht von schlechten Eltern. Wie auch erwähnt wird von einigen hier in der Redaktion inzwischen die Kapselmaschine lieber verwendet als der Vollautomat, der die Bohnen frisch mahlt.

Ein klitzekleines Manko gibt es, das mir als Cappuccino- & Latte-Liebhaber etwas aufstößt: es gibt im Vergleich zu manchen billigen Discounterkapselmaschinen keine Cappuccino- oder Latte-Kapseln! Hierfür muss man zusätzlich einen Milchaufschäumer besitzen, was zwar gerade daheim oder im Büro kein großes Problem ist (ich empfehle hier von ganzem Herzen den Induktionsmilchaufschäumer von Tchibo), auf Reisen allerdings zusätzliches Gepäck oder den Verzicht auf Cappu bedeutet. Dies hat allerdings nicht direkt mit dieser bestimmten getesteten Maschine zu tun, somit sollte dies allein ebenfalls kein Grund für einen Sterneabzug sein. In Verbindung mit der Tatsache, dass die Maschine auch zu klein für ein Latte-Glas wäre, haben wir jedoch fairerweise im Gesamturteil einen halben Stern abgezogen.

 

Das Praxistest Online Fazit:

Eine sehr gute und praktische Kapselmaschine mit recht niedrigem Preis, die wir durchaus empfehlen. Stabile Verarbeitung, einfache Handhabung, kleine Abmessungen, vielseitige Features und ein letztendlich hervorragendes Ergebnis in der Tasse – was will man mehr?!
Vielleicht 100% zertifizierter Kaffe (Fairtrade, Rainforest Alliance und UTZ!)? Kein Problem, das ist bei Tchibo Cafissimo gegeben.
Oder zu 100% recyclebare Kapseln, die im gelben Sack entsorgt als PP-Granulat enden und zu neuen Produkten werden? Auch das ist hier gegeben.

Von unserer Seite her also Daumen hoch für dieses nagelneue Mitglied der Cafissimo-Familie aus dem Hause Tchibo!

Abschließend hier nochmal der Link zur Produktseite des Herstellers:
Tchibo Cafissimo Mini Kapselmaschine

 

!! JETZT EINE CAFISSIMO MINI GEWINNEN !!

Jetzt haben wir Euch den Mund schon so wässrig gemacht – nun muss auch von uns etwas kommen… 🙂 Deshalb verlosen wir aktuell mit freundlicher Unterstützung von Tchibo eine der nagelneuen Cafissimo Mini Kapselmaschinen in stylischem Blau. Die Teilnahmefrist endet am 15.05.2017 – also jetzt schnell unsere Facebookseite besuchen und gleich dort am Gewinnspiel teilnehmen!

 

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